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Deutsche Bahn Stiftung

Seit Gründung der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH im Jahr 2013 kommt der DB-Konzern seiner gesellschaftlichen Verantwortung noch wirkungsvoller nach. Die Stiftung hat die gemeinnützigen Projekte gebündelt und entwickelt sie programmatisch im Sinne ihres Leitbildes »Anschluss sichern. Verbindungen schaffen. Weichen stellen.« weiter. Ziel der Deutsche Bahn Stiftung ist es, Menschen in die Lage zu versetzen, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Dafür kooperiert sie mit Partnern in den Bereichen Bildung, Integration und humanitäre Hilfe. 

Hilfe zur Selbsthilfe

Mit Unterstützung der Deutsche Bahn Stiftung hat die Berliner Stadtmission an der Bahnhofsmission Zoo die Mobilen Einzelfallhelfer eingerichtet. Die Straßensozialarbeiter kümmern sich gezielt um die Obdachlosen, die allein nicht in der Lage sind, Hilfsangebote aufzusuchen – weil sie zu krank sind oder sich selbst aufgegeben haben. Die Mobilen Einzelfallhelfer gehen zu denen, die man eigentlich nicht mehr erreichen kann, ermutigen sie behutsam zur Selbsthilfe und helfen ihnen bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

Verantwortung für Menschen am Rande der Gesellschaft

Die Deutsche Bahn Stiftung setzt sich für Menschen in Notlagen ein und unterstützt Projekte, die diesen Menschen helfen, eine Lebensgrundlage zu erhalten beziehungsweise zurückzugewinnen. Hierfür fördert die Deutsche Bahn Stiftung mehrere Projekte in Bahnhofsnähe. Die Straßensozialarbeiter kümmern sich um Wohnungslose, die allein nicht mehr in der Lage sind, Hilfsangebote aufzusuchen. In der Bahnhofsmission am Berliner Hauptbahnhof hat die Deutsche Bahn Stiftung mit den »Mutmachern am Bahnhof« im Sommer 2015 zusammen mit der Berliner Stadtmission und IN VIA ein Hilfsnetzwerk für Menschen in multiplen psychosozialen Problemlagen eröffnet und damit das gemeinsame Angebot erweitert.

Dazu gehört auch die Ambulanz in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs, wo Menschen ohne Krankenversicherung medizinische Hilfe erhalten – ganzjährig und kostenlos.

Die Straßensozialarbeiter der Off Road Kids helfen obdachlosen Jugendlichen, neue Lebensperspektiven zu finden, und werden dabei mit Mitteln der Deutsche Bahn Stiftung unterstützt. Die Deutsche Bahn Stiftung hat ihnen im Berichtsjahr neun übertragbare Netzkarten zur Verfügung gestellt, mit denen Straßenkinder bundesweit betreut werden können. Rund 60 Kinder aus Jugendhilfeeinrichtungen nahmen im Berichtsjahr am Ferienprogramm DB Kids Camp teil, das gemeinsam mit der ORK Stiftung organisiert wird. 

Aufklärungsarbeit und Forschung zur Volkskrankheit Depression

Die Deutsche Bahn Stiftung setzt sich für ein besseres Verständnis füreinander ein – sie hat sich des Themas Depression angenommen und kooperiert mit der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Mit Ausweitung des Infotelefons und Stärkung der regionalen Bündnisse gegen Depression konnte die Versorgungslage Betroffener verbessert werden. Im Bereich der versorgungsnahen Forschung wurden erste Studienergebnisse erzielt.

Depression besser erkennen und behandeln

Der DB-Konzern ist das erste große Unternehmen, das sich im Rahmen seines gemeinnützigen Engagements für die Bekämpfung der Volkskrankheit Depression einsetzt. Zusammen mit der Stiftung Deutsche Depressionshilfe sorgt die Deutsche Bahn Stiftung dafür, das gesellschaftliche Tabuthema Depression zu entstigmatisieren und die Versorgung depressiv Erkrankter und Betroffener zu verbessern. Das gemeinsam aufgebaute Forschungszentrum Depression betreibt versorgungsnahe Forschung und entwickelt neue Therapieansätze.

Zudem unterstützt die Deutsche Bahn Stiftung das von der FU Berlin entwickelte Antimobbingprogramm »Fairplayer.Manual« und setzt sich damit gegen Hass und Gewalt an Schulen ein. Nach Berlin und Brandenburg konnten im Berichtsjahr erstmals Lehrer und Sozialpädagogen in Bayern mit dem Trainingsprogramm geschult werden.

Zukunftschancen bieten und unkompliziert Hilfe leisten

Gemeinsam mit der Freudenberg Stiftung hat die Deutsche Bahn Stiftung im Berichtsjahr mit »Lernen durch Engagement für Chancen im Beruf« ein neues Projekt entwickelt. Im Rahmen ihres Schulunterrichts engagieren sich Schülerinnen und Schüler für ein gemeinnütziges Projekt in ihrer Umgebung und erwerben dabei ausbildungsrelevante Kompetenzen. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern eine Berufsorientierung zu geben und sie schon in jungen Jahren an das Thema soziales Engagement heranzuführen.

Auch die Flüchtlingshilfe ist für die Deutsche Bahn Stiftung ein Thema. Sie engagiert sich im In- und Ausland für Flüchtlinge. So hat die Deutsche Bahn Stiftung ein Hilfspaket des Hilfswerks MISEREOR e. V. für das Al-Rajaa-Krankenhaus in Aleppo/Syrien unterstützt. Mit Mitteln der Deutsche Bahn Stiftung konnten 20 Krankenhausbetten angeschafft werden, darunter 16 Spezialbetten für Brandopfer. Im Libanon konnten im Berichtsjahr dank der Unterstützung der Deutsche Bahn Stiftung 200 syrische Flüchtlingskinder in einem Kinderzentrum der Kindernothilfe e. V. psychosozial betreut und auf den Schulbesuch vorbereitet werden. In Deutschland unterstützte die Deutsche Bahn Stiftung die Flüchtlingshilfe der Bahnhofsmissionen und stattete außerdem 130 Berliner Willkommensklassen mit dem Vorlesekoffer »Alle Kinder dieser Welt« aus. Damit gab sie den Pädagogen dringend benötigtes Unterrichtsmaterial an die Hand. Der Koffer enthält neun Bücher mit Geschichten von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund und vermittelt Verständnis für andere Kulturen. Bis Ende 2015 haben rund 39.000 Kitas deutschlandweit den Koffer erhalten.

DB Museum – Eisenbahngeschichte, lebendig erzählt

Unter ihrem Dach führt die Deutsche Bahn Stiftung das DB Museum mit den Standorten Nürnberg, Koblenz und Halle (Saale). Es bewahrt die älteste eisenbahngeschichtliche Sammlung Deutschlands und macht die verschiedenen Epochen des Schienenverkehrs dauerhaft zugänglich. In Erinnerung an die erste deutsche Verbindung Nürnberg – Fürth eröffnete bereits 1899 das »Königlich Bayerische Eisenbahnmuseum« am Nürnberger Hauptbahn-hof. Die heutige Dauerausstellung reflektiert, wie das Verkehrsmittel Eisenbahn im 19. Jahrhundert das Alltagsleben der Menschen und die wirtschaftliche Entwicklung von Deutschland und Europa veränderte. Das Thema »Reichsbahn im Nationalsozialismus« hat einen festen Platz in der Dauerausstellung, ebenso die Geschichte der in der Weimarer Republik gegründeten Deutschen Reichsbahn. Auch die Geschichte der DDR-Reichsbahn ist vertreten und wird parallel zur Bundesbahn präsentiert. An den Museumsstandorten Koblenz und Halle (Saale) wird Eisenbahngeschichte ebenfalls lebendig, etwa durch regelmäßige Publikumsfahrten mit historischen Fahrzeugen. Zahlreiche Ehrenamtliche engagieren sich vor Ort für den Erhalt der Fahrzeuge und bieten Führungen und Schulveranstaltungen an. Im Berichtsjahr erzielte das DB Museum mit mehr als 204.000 Besuchern einen neuen Besucherrekord.

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