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Ereignisse 2015

Bestandsnetzmodernisierung mit LuFV II gestartet

[F3«4/10» Auf Basis der am 1. Januar 2015 in Kraft getretenen LuFV II haben wir im Berichtsjahr die umfassende Modernisierung des Bestandsnetzes fortgesetzt. Dabei wurden rund 4.000 km Schienen, fast 1.800 Weichen, 2,5 Mio. Eisenbahnschwellen und etwa 4 Mio. t Schotter sowie über 140 Brücken erneuert.
Erfolgreich umgesetzt wurden unter anderem Maßnahmen an den Tunnelanlagen auf der Nord-Süd-Verbindung im Berliner S-Bahn-Netz, auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln – Rhein/Main sowie auf der Schnellfahrstrecke Mannheim – Stuttgart. F3«4/10»]

Höhere Kapazität am Bahnknoten Mainz

Im Januar 2015 haben wir den Nordkopf des Mainzer Hauptbahnhofs mit einer Gesamtlänge von 680 m in Betrieb genommen, sodass Züge den Bahnhof nun auf verschiedenen Ebenen passieren können. Die Investitionen betrugen rund 50 Mio. €.

Neue Drehscheibe im Kombinierten Verkehr

DB 10Nach den Prognosen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird die Transportleistung der Schiene bis zum Jahr 2030 weiter deutlich wachsen. Die DB Netz AG als Eigentümerin der Umschlagbahnhöfe stellt sich gemeinsam mit der Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene-Straße als Betreiberin der derzeit 24 Terminals darauf ein und sorgt für zusätzliche Umschlagkapazitäten. Beispielsweise sind die Erweiterungen von Regensburg-Ost sowie Ulm/Dornstadt für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet. Die neu gebaute KV-Drehscheibe Duisburg-Meiderich wird Mitte 2016 in Betrieb gehen. Die höchsten Zuwächse werden aus dem Seehafenhinterlandverkehr erwartet.

Lärmabhängiges Trassenpreissystem

Das LaTPS der DB Netz AG sieht einen Zuschlag für laute Güterzüge von derzeit 2,5% auf den regulären Trassenpreis vor. Güterzüge, die zu 90% aus Wagen mit leiser Bremstechnik bestehen, sind von der Zahlung ausgenommen. In der Netzfahrplanperiode 2015 hat die DB Netz AG mindestens eine Gesamtsumme von 9,5 Mio. € generiert, die der Finanzierung von Bonuszahlungen für EVU zugutekommt, die ihre Güterwagen mit leisen Bremstechnologien wie K- oder insbesondere LL-Sohlen ausgerüstet haben. Im September 2015 haben wir für das Förderjahr 2014 rund 5.388 (2013: 146) Anträge bewilligt und rund 1,47 Mio. € (2013: 0,04 Mio. €) ausgezahlt. Das Programm ist auf acht Jahre angelegt. Um einen starken Anstieg des Malus zu vermeiden, übersteigen die Einnahmen zum Start des Programms die Ausgaben in dem Maße, wie sie sich mit zunehmenden Umrüstmaßnahmen der EVU zum Ende des Programms ausgleichen werden.

DB Netz AG sammelt Ökopunkte

G4-EN27Mit rund 20.000 ha ist der DB-Konzern einer der größten privaten Waldbesitzer in Deutschland. Der rund 20 ha große Wald in Elm bei Fulda, der über 40 Jahre unberührt blieb, ist der erste, für den die DB Netz AG im Berichtsjahr Ökopunkte erhielt. Die Ökopunkte können als Kompensation für Eingriffe in die Natur bei Aus- und Neubaumaßnahmen eingesetzt werden.

Fortschritte bei Neu- und Ausbaumaßnahmen

Dialogforum Schiene Nord ergebnisoffen durchgeführt

DB 01Im November 2015 endete das vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium organisierte Dialogforum zur Aus- und Neubaustrecke Hamburg/Bremen – Hannover (Y-Trasse). Die Teilnehmer sprachen sich mehrheitlich für die Umsetzung der sogenannten Alpha-Variante aus. Sie beinhaltet die zeitlich versetzte Umsetzung mehrerer Ausbaumaßnahmen in der Region. Dieses Ergebnis fließt in die Bundesverkehrswegeplanung des Bundes ein. Der DB-Konzern wird auch weiter über das Projekt informieren und dabei in enger Abstimmung mit dem Bund insbesondere die von den Maßnahmen direkt Betroffenen beteiligen. 

Halbzeit bei der Ausbaustrecke Hanau – Nantenbach

Die Ausbaustrecke Hanau – Nantenbach ist Teil der Main-Spessart-Bahn zwischen Hanau und Würzburg und zählt mit über 200 Zügen täglich zu den am stärksten frequentierten Trassen. Tunnelarbeiten an diversen Tunneln wurden 2015 vorangetrieben. Am 4. Dezember 2015 wurde mit dem offiziellen Durchschlag der ersten Röhre des rund 2,6 km langen Tunnels Falkenberg ein weiterer großer Meilenstein bei der Realisierung des Projekts erreicht.

Ausbaustrecke Emmerich – Oberhausen

Im Berichtsjahr hat das EBA für den ersten von zwölf Planfeststellungsabschnitten den Planfeststellungsbeschluss erteilt und es wurde mit vorgezogenen Baumaßnahmen begonnen. Dazu gehörten die Beseitigung von Bahnübergängen beziehungsweise der Neubau von Straßen- und Eisenbahnüberführungen. Auch die Baumaßnahmen an der Grenze zu den Niederlanden zur Umstellung des Stromsystems sind gestartet und liegen im Zeitplan. Künftig wird es für den Güterverkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden auf dem Weg zum Hafen Rotterdam nur noch einen Stromsystemwechsel geben, was den grenzüberschreitenden Verkehr vereinfachen wird. 

Aus- und Neubaustrecke Karlsruhe – Basel

Die Arbeiten zum Rastatter Tunnel südlich von Karlsruhe sind im Zeitplan. Derzeit wird im Bereich des zukünftigen Tunnelportals Nord die Startbaugrube für das Andrehen der ersten Tunnelvortriebsmaschine hergestellt. Im südlichen Bereich haben die Arbeiten für die Grundwasserwanne Süd begonnen. Die erste Maschine wird das rund 4,3 km lange Bauwerk voraussichtlich im Frühjahr 2016 aus nördlicher Richtung auffahren. Außerdem wurde im August für den rund 6 km langen Abschnitt Müllheim – Auggen vom EBA der Planfeststellungsbeschluss erlassen.

Eisenbahnknoten Frankfurt am Main

Der Verkehrsknoten Frankfurt ist einer der am stärksten frequentierten und besitzt somit eine besondere Bedeutung für den Zugverkehr. Mit der Umsetzung folgender Maßnahmen wird die Zukunftsfähigkeit rund um diesen Standort gewährleistet:

  • Durch den viergleisigen Ausbau der hoch frequentierten Main-Weser-Bahn erhält der S-Bahn-Verkehr zwischen Frankfurt-West und Friedberg eigene Gleise, um den Takt und die Pünktlichkeit der Züge zu erhöhen.
  • Mit der 19,4 km langen Nordmainischen S-Bahn werden künftig die westlichen Bereiche der Stadt Hanau, die Stadt Maintal sowie die östlichen Teile der Stadt Frankfurt am Main an das S-Bahn-Netz angeschlossen.
  • Der neue Stadtteil Gateway Gardens erhält Ende 2019 durch einen 4 km langen Streckenneubau zwischen Frankfurt-Stadion und Frankfurt-Flughafen Regionalbahnhof einen eigenen S-Bahn-Anschluss.
  • Das Relaisstellwerk, das den S-Bahn-Verkehr auf der Tunnelstammstrecke steuert, wird bis 2018 durch ein Elektronisches Stellwerk ersetzt. Das Projekt umfasst ein Volumen von insgesamt 95 Mio. €.
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