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Energiemärkte im Zeichen von Überkapazitäten

Die zentrale Hedge-Politik des DB-Konzerns zielt darauf, Folgen von Energiepreisschwankungen zu minimieren. Die Entwicklung der Marktpreise schlägt daher nicht vollumfänglich auf unsere Aktivitäten durch. 

Ölmarkt mit guter Versorgungslage

 

 

 

Veränderung

Brent [in USD/bbl]

2015

2014

absolut

%

Durchschnittspreis

53,6

99,5

–45,9

–46,1

Höchstpreis

69,6

115,7

Tiefstpreis

36,0

55,8

Jahresendpreis

37,3

57,3

–20,0

–34,9

Quelle: Thomson Reuters 
  • Nach deutlichem Zufluss an spekulativen Mitteln markierte Nordseeöl Brent Ende Mai sein Jahreshoch.
  • Einbruch der Ölpreise seit Mitte 2014 bewirkte Investitionskürzungen bei konventioneller Förderung und Exploration. Schieferölproduktion in den USA zeigte aufgrund von Effizienzsteigerungen beim Fracking erst seit Juli nennenswerten Rückgang, zuvor erreichte US-Ölerzeugung höchsten Stand seit 1972. Im Dezember 2015 wurde das US-Exportverbot für Rohöl aufgehoben.
  • Aktuelles Überangebot im Ölmarkt aufgrund des Kampfes um Marktanteile bleibt bestehen.
  • Lagerbestände in den USA und Nordeuropa erreichten Allzeithoch. Aufgrund geringer noch freier Lagerkapazitäten steigt Terminkurve am kurzen Ende steil an.
  • Ölpreisentwicklung führte zur Erholung der Nachfrage seitens Konsumenten, Industrienachfrage hielt hingegen nicht mit.
  • Brent markierte im Dezember 2015 niedrigsten Stand seit Juli 2004, getrieben durch enormes Überangebot, die Aufwertung des US-Dollars, Abkühlung des Wachstums in China und Auflösung von Long-Positionen der Finanzanleger.
  • Nach Ausbau der Raffineriekapazitäten steigerten China und Saudi-Arabien ihre Produktexporte.
  • Geopolitische Risiken weiterhin vorhanden, werden aber durch aktuelle Versorgungslage wenig beachtet.

Strommarkt mit Unsicherheiten

 

 

 

Veränderung

Entwicklung Energiepreise20152014

absolut

%

Grundlaststrom (Folgejahr)
in €/MWh

Durchschnittspreis

30,9

35,1

–4,2

–12,0

Höchstpreis

34,1

37,0

Tiefstpreis

26,6

32,8

Jahresendpreis

26,6

32,9

–6,3

–19,1

Emissionszertifikate in €/t CO₂

Durchschnittspreis

7,7

6,0

+1,7

+28,3

Höchstpreis

8,7

7,6

Tiefstpreis

6,3

3,7

Jahresendpreis

8,3

7,3

+1,0

+13,7

Quelle: Thomson Reuters
  • Deutsche Versorger leiden stark unter Energiewende und strukturieren ihr Geschäft um. Die Kosten für den Atomausstieg sind aber offenbar gedeckt. Sorge bereitet die unklare Gesetzeslage.
  • Fortdauernder, ungesteuerter Zubau von erneuerbaren Energien sorgt für Ausweitung der Überkapazität.
  • Moderne thermische Kraftwerke rentieren sich nicht mehr, während veraltete abgeschriebene Anlagen weiterbetrieben werden.
  • Terminkurve steht unter Druck, Grundlastkontrakt für das Folgejahr erreichte mit Kontraktwechsel zum Jahresende Allzeittief. An der EPEX dagegen lag der Grundlastpreis für den Folgetag im Mittel bei 31,80 €/MWh.
  • Spotmarkt immer stärker wettergetrieben: Notwendigkeit für Intraday-Anpassungen steigt, Netzbetreiber stehen vor besonderen Herausforderungen für die Netzstabilität.
  • CO₂: vorzeitige Einführung der Marktstabilitätsreserve Anfang 2019, schwache Kohlepreise und Klimaschutzabkommen von Paris unterstützten Emissionsmarkt.
  • Weltweites Überangebot an Kohle führt zu Allzeittief am nordeuropäischen Markt.
  • Deutschland plant unter anderem eine Sicherheitsbereitschaft aus abgeschalteten Braunkohlekraftwerken sowie Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. Auch beim Netzausbau wurden Fortschritte bei Streitpunkten erzielt (Erdkabel).
  • EU-Kommission plant Aufhebung der Grenzen zwischen nationalen Energiemärkten (Energieunion) sowie Harmonisierung der Ökostromförderung.
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