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Euro-Entwicklung im zweiten Halbjahr unter Druck

Die Umsatzentwicklung des DB-Konzerns wird auch durch Währungskurseffekte beeinflusst. Umsatzseitig betrugen diese Effekte im Berichtsjahr 768 Mio. €.

Im Jahresverlauf 2015 blieben die internationalen Devisenmärkte geprägt von geldpolitischen Entscheidungen der weltweit wichtigsten Notenbanken. Während die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of Japan (BoJ) im Kampf um Preisstabilität und stärkeres Wirtschaftswachstum in ihren Ländern die Liquidität der Märkte kräftig ausweiteten, erhöhte die US-Notenbank (Fed) Ende des Jahres den Leitzins und leitete damit den Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik ein. Aufgrund dieser unterschiedlichen Geldpolitiken verlor der Euro gegenüber dem US-Dollar (USD) und anderen Währungen an Wert. Auch die schwachen Wachstumsperspektiven des Euro-Raums im Vergleich zu anderen Regionen unterstützten die Abwertung der Gemeinschaftswährung.

Neben diesen grundlegenden Einflussfaktoren beeinflussten weitere, landesspezifische Effekte die Wechselkursentwicklung:

  • Das im internationalen Vergleich robuste US-Wirtschaftswachstum veranlasste die Investoren, dort verstärkt zu investieren. Daneben stützte ein positives Zinsdifferenzial auf dem Markt für festverzinsliche Wertpapiere die Investorennachfrage und damit den US-Dollar.
  • Aufgrund der Kopplung des chinesischen Yuan (CNY) an den US-Dollar zeigte sich die Entwicklung gegenüber dem Euro als annähernd äquivalent. Begrenzt wurde der Gleichlauf zum einen durch direkte Kapitalmarktinterventionen der chinesischen Zentralbank zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und zum anderen durch Kapitalabflüsse im Zuge der Liberalisierung des Finanzsystems.
  • Das britische Pfund (GBP) wertete deutlich gegenüber dem Euro auf. Ähnlich wie in den USA waren auch hier die relative Stärke der Wirtschaft und die Erwartungen steigender realer Zinserträge maßgeblich.

Neben der Entwicklung des britischen Pfunds und des US-Dollars wirkte sich zudem vor allem die Entwicklung des Schweizer Franken (CHF) auf den Ausweis unserer ausstehenden Fremdwährungsanleihen per 31. Dezember 2015 aus.

  • Nachdem die Schweizer Notenbank zu Jahresbeginn aufgegeben hat, den CHF gegenüber dem Euro stabil zu halten, wertete die Landeswährung sprunghaft um 20% auf. Durch nachlassende Befürchtungen über den Ausstieg Griechenlands aus dem Euro-Raum sank der Kurs im weiteren Jahresverlauf wieder etwas.
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