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Schwäche der Schwellenländer belastet Wachstumsdynamik

Das globale Wirtschaftswachstum blieb 2015 auf dem relativ geringen Niveau der Vorjahre. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren trugen die Industriestaaten aber ebenso viel zum Wachstum bei wie die Schwellenländer. Während sich das Wachstum in den Industriestaaten beschleunigte (Euro-Raum, Japan) oder auf dem Niveau des Vorjahres bewegte (USA), wuchsen wichtige Schwellenländer langsamer (China) oder rutschten in die Rezession (Brasilien, Russland). Der Verfall der Rohstoff-, insbesondere der Ölpreise, war gleichzeitig Treiber und Folge dieser Entwicklungen.

Die Schwäche der Schwellenländer hatte darüber hinaus Auswirkungen auf den Welthandel. Dieser wuchs 2015 deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt und erstmals seit Langem auch weniger als die globale Wirtschaftsleistung. Insbesondere belastete die wirtschaftliche Entwicklung Chinas, die Einfluss auf Wertschöpfungsketten in Asien und die globale Rohstoffnachfrage hat.

USA

  • Wirtschaft entwickelte sich auf Vorjahresniveau.
  • Erholung am Arbeitsmarkt und niedrige Inflation wirkten positiv auf den privaten Konsum.
  • Exporte wuchsen aufgrund des starken Dollars nur sehr schwach, wodurch der Außenbeitrag reduziert wurde.
  • Das schwache Wachstum der Exporte sowie der niedrige Ölpreis belasteten darüber hinaus die Unternehmensinvestitionen.

Asien

  • In China ging das Wachstum auf nach wie vor hohem Niveau weiter zurück, nachdem der staatlich induzierte Investitionsboom der vergangenen Jahre zu Überkapazitäten in vielen Industrien und am Immobilienmarkt geführt hatte.
  • Treiber der Entwicklung war auch die Aufwertung des Yuan, die chinesische Produkte im Ausland verteuerte und damit die Nachfrage reduzierte.
  • Die japanische Wirtschaft entwickelte sich ebenfalls schwach. Während sich die Binnennachfrage graduell stabilisierte, wirkte die kraftlose Entwicklung in anderen asiatischen Ländern negativ auf die Exporte.

Europa

  • Außerhalb des Euro-Raums war insbesondere Großbritannien Motor für die Wirtschaftsentwicklung in Europa.
  • Polen, Schweden, Rumänien und Tschechien wuchsen ebenfalls stark.
  • Russlands Wirtschaft dagegen schrumpfte aufgrund des niedrigen Ölpreises und der westlichen Wirtschaftssanktionen infolge der Ukraine-Krise merklich.
  • In Deutschland schob vor allem die kräftige Konsumnachfrage das Wachstum an. Sie profitierte von steigenden Löhnen, geringer Inflation und einem historisch hohen Beschäftigungsstand.
  • Die Exporte konnten sich dank steigender Nachfrage aus Europa und den USA gegen die schwache Entwicklung in China und anderen Schwellenländern behaupten. 
Euro-Raum
  • Erholung des Euro-Raums.
  • Binnennachfrage und Exporte, insbesondere innerhalb Europas und in die USA, trugen zum Wachstum bei.
  • Exporte wurden durch die Euro-Schwäche begünstigt, die europäische Produkte auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger machte.
  • Die wirtschaftliche Entwicklung blieb aber weiter von regionalen Unterschieden geprägt.
  • Spanien und Irland wuchsen nach schwerer Rezession und Umsetzung von Reformen wieder kräftig.
  • Italien stieß erste Reformen an und kehrte nach drei Jahren Rezession zu leichtem Wachstum zurück.
  • Frankreich legte beim Wachstum ebenfalls zu, strukturelle Probleme bestehen aber fort.
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