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Finanzlage

  • Finanzmanagement unverändert.
  • Rating-Einstufungen stabil.
  • Sechs Anleihen im Gegenwert von 2,5 Mrd. € emittiert.

Die finanzwirtschaftliche Steuerung des DB-Konzerns zielt außer auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts auch auf die Einhaltung einer für die Wahrung einer sehr guten Bonitätseinstufung angemessenen Kapitalstruktur. Die dafür verwendeten Kennzahlen Tilgungsdeckung, Gearing und Netto-Finanzschulden/EBITDA werden im Abschnitt Wertmanagement erläutert.

Das Treasury-Zentrum für den DB-Konzern ist in der DB AG angesiedelt. Hierdurch stellen wir sicher, dass alle Konzerngesellschaften zu optimalen Bedingungen Finanzmittel aufnehmen und anlegen können. Vor der externen Beschaffung von Finanzmitteln nehmen wir einen Finanzmittelausgleich innerhalb des DB-Konzerns vor. Bei Aufnahmen DB-konzernexterner Finanzmittel beschafft die DB AG kurzfristige Gelder im eigenen Namen und langfristiges Kapital grundsätzlich über die Konzernfinanzierungsgesellschaft Deutsche Bahn Finance B.V. (DB Finance), Amsterdam/Niederlande.

Die Finanzmittel werden den Gesellschaften im Rahmen eines zweistufigen Treasury-Konzepts durch kurzfristige Kreditlinien, die im Rahmen des Cashpoolings auf internen Kontokorrentkonten und/oder durch feste kurzfristige Kreditausreichungen in Anspruch genommen werden können, oder in Form von langfristigen Darlehen weitergereicht. Mit diesem Konzept sichern wir einen konzernübergreifenden Risiko- und Ressourcenverbund. Weitere Vorteile liegen in der Bündelung von Know-how, der Realisierung von Synergieeffekten sowie in der Minimierung der Refinanzierungskosten.

Für den langfristigen Bereich steht dem DB-Konzern unverändert ein Debt-Issuance-Programm in Höhe von 20 Mrd. € zur Verfügung. Über die DB Finance wurden im Berichtsjahr insgesamt sechs Anleihen und eine Anleiheerhöhung emittiert. Der Gesamtvolumen der Transaktionen betrug 2,5 Mrd. €. Die Laufzeiten reichen von 8 bis 15 Jahren, die Emissionswährungen waren der Euro, die norwegische Krone, der Schweizer Franken sowie der australische Dollar. Die Platzierungsschwerpunkte der Transaktionen lagen in Deutschland, Frankreich, Skandinavien, der Schweiz sowie in den Beneluxländern und im pazifischen Raum. Zudem wurde im Berichtsjahr eine Anleihe über 700 Mio € getilgt. Somit war das Debt-Issuance-Programm per 31. Dezember 2015 mit 19,0 Mrd. € in Anspruch genommen (per 31. Dezember 2014: 17,2 Mrd. €). Die Inanspruchnahme des Programms ist damit im Berichtsjahr weiter angestiegen.

Im kurzfristigen Bereich stand uns per 31. Dezember 2015 unverändert ein Multi-Currency-Multi-Issuer-Commercial-Paper-Programm über 2 Mrd. € zur Verfügung. Dieses war per 31. Dezember 2015 nicht in Anspruch genommen (per 31. Dezember 2014: keine Inanspruchnahme). Zudem verfügten wir per 31. Dezember 2015 über garantierte ungenutzte Kreditfazilitäten in Höhe von 1,9 Mrd. € (per 31. Dezember 2014: 2,0 Mrd. €) mit einer Restlaufzeit von 1,0 bis 2,0 Jahren sowie über eine weitere garantierte ungenutzte Kreditfazilität in Höhe von 0,1 Mrd. € (per 31. Dezember 2014: 0,1 Mrd. €).

Darüber hinaus konnten wir auf Kreditlinien für das operative Geschäft in Höhe von 2,2 Mrd. € zurückgreifen (per 31. Dezember 2014: 1,7 Mrd. €). Diese Linien, die den Tochtergesellschaften weltweit zur Verfügung gestellt werden, umfassen sowohl die Finanzierung von Working Capital als auch die Bereitstellung von Avalen.

Im Berichtsjahr wurden keine größeren Finanzierungsleasingtransaktionen abgeschlossen. Das bestehende Volumen verringerte sich durch ausgelaufene Geschäfte.

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