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Beschäftigungsbedingungen

Um Mitarbeiter langfristig zu binden, will der DB-Konzern ihnen in jeder Lebens- und Berufsphase eine Perspektive geben und die individuellen Bedürfnisse mit den Anforderungen des Unternehmens zusammenbringen.

Tarifpolitik und Beschäftigungsbedingungen

Die Beschäftigungsbedingungen für Arbeitnehmer müssen auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen attraktiv und zugleich finanzierbar bleiben. Die Tarifabschlüsse leisten hierzu einen wesentlichen Beitrag.

Demografietarifvertrag weiterentwickelt

DB 08Eine nachhaltige Personalpolitik steht im Mittelpunkt des mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ausgehandelten und 2013 in Kraft getretenen Demografietarifvertrags. Vereinbart wurden beispielsweise eine unbefristete Beschäftigungssicherung sowie ein unbefristetes Übernahmeangebot für alle Auszubildenden mit erfolgreichem Abschluss.
Zudem wurde beschlossen, die Arbeitszeit und die Arbeitsbedingungen individueller zu gestalten, um eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie beziehungsweise Privatleben zu erreichen. In den jährlich stattfindenden Verhandlungen zur Weiterentwicklung des Demografietarifvertrags haben wir uns im Berichtsjahr mit der EVG darauf geeinigt, das Instrument des Langzeitkontos noch attraktiver zu gestalten.

Weiterführende Informationen

Gesundheitsförderung ausgebaut

Die betriebliche Gesundheitsförderung setzen wir stärker in den Fokus. Im Programm »Gesundheit und Arbeitsbedingungen« (ProGEAR) werden die Themen Tauglichkeit und Eignung, Ergonomie, psychische Gesundheit, Inklusion und verhaltensbezogene Gesundheitsprävention DB-konzernweit ausgestaltet.

 

Gesundheitsstand in Deutschland  

Basis Stunden [in %]

2015

2014

2013

DB Fernverkehr

93,3

93,7

93,6

DB Regio

92,3

92,9

93,1

DB Cargo

92,9

93,3

93,3

DB Schenker

95,4

95,8

95,7

DB Dienstleistungen

92,9

93,3

93,2

DB Netze Fahrweg

94,6

95,0

94,8

DB Netze Personenbahnhöfe

93,8

93,9

93,5

DB Netze Energie

95,6

95,9

95,8

Sonstige

94,1

94,5

94,4

DB-Konzern

93,6

94,1

94,0

Deutschland (Gesellschaften mit rund 97% der inländischen Mitarbeiter).

G4-LA7Der Gesundheitsstand lag aufgrund der außerordentlich hohen Influenzaintensität, die noch deutlich über dem Höchststand 2013 lag, sowie der Streikauswirkungen unter dem Vorjahreswert. Die Entwicklung unterschreitet damit unsere Prognose aus dem Integrierten Bericht 2014.

Tarifrunde 2015 abgeschlossen

Die Grundlagentarifverträge mit der EVG und der GDL sind zum 30. Juni 2014 ohne Nachwirkung ausgelaufen. Darin war geregelt, welche Gewerkschaft für welche Berufsgruppe Tarifverträge abschließen darf. Das war die Voraussetzung für eine konflikt- und widerspruchsfreie Tarifpolitik mit den beiden konkurrierenden Gewerkschaften. In der Tarifrunde 2014/ 2015 stand daher neben der Tarifentwicklung auch die grundsätzliche Frage im Fokus, welche Gewerkschaft für welche Berufsgruppe verhandelt.

[F4«17/31» Ende Mai 2015 haben wir uns mit der EVG auf einen umfassenden Tarifabschluss geeinigt. Der Tarifvertrag sieht unter anderem Vereinbarungen zur Entgeltentwicklung mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2016 vor, die eine Lohnerhöhung von 5,1% in zwei Stufen sowie eine Einmalzahlung in Höhe von insgesamt 1.100 € enthalten. Zudem wurden Verbesserungen bei der betrieblichen Altersvorsorge vereinbart. Für die Berufsgruppe Lokführer wurde ebenfalls ein Tarifvertrag abgeschlossen, der die bestehenden Regelungen widerspruchsfrei in das Tarifwerk der EVG integriert. Zudem wurde eine Verständigung über die Einführung eines neuen, flexibleren Vergütungssystems zum 1. Januar 2016 erzielt, das auch Leistungskomponenten enthält. Darüber hinaus haben DB-Konzern und EVG einen Tarifvertrag »Arbeit 4.0« unterzeichnet. Ziel ist es, die rapiden Veränderungen der Arbeitswelt durch die zunehmende Digitalisierung gemeinsam und aktiv zu gestalten. F4«17/31»]

Am 30. Juni 2015 wurden die Tarifverhandlungen mit der GDL erfolgreich beendet. Nach intensiven Verhandlungen und insgesamt neun Streikrunden seit Beginn der Tarifverhandlungen Mitte 2014 wurde dem Schlichterspruch seitens des ehemaligen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck und Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow zugestimmt. DB-Konzern und GDL haben sich auf ein Gesamtpaket bestehend aus Vereinbarungen zur Entgeltentwicklung, einer Absenkung der Referenzarbeitszeit ab 2018 um eine Wochenstunde sowie einem umfassenden Programm zur Belastungsreduktion und zum Abbau von Überstunden verständigt. Darüber hinaus erhält die GDL bis 2020 eine Langfristperspektive als Tarifpartner mit einem verbindlichen Schlichtungsverfahren. Gleichzeitig wird das Arbeitszeitsystem reformiert. Die Vereinbarungen zur Entgeltentwicklung haben eine Laufzeit bis zum 30. September 2016 und enthalten eine Lohnerhöhung von 5,1% in zwei Stufen sowie eine Einmalzahlung in Höhe von insgesamt 1.100 €.

Alle Ergebnisse und Vereinbarungen zu Arbeitszeit, Pausenregelungen oder Vergütung stehen in keinem Widerspruch zu den bestehenden Regelungen. Damit hat der DB-Konzern sein Ziel erreicht, für ein und dieselbe Berufsgruppe nicht nach Gewerkschaftszugehörigkeit unterscheiden zu müssen. 

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