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Konzernumbau zur Steigerung von Qualität und Wettbewerbsfähigkeit

Mit dem Konzernumbau will der DB-Konzern schlanker, schneller, effizienter und kundenorientierter beziehungsweise wettbewerbsfähiger werden. Neben wettbewerbsfähigeren Kostenstrukturen geht es vor allem um die Erreichung einer höheren Qualität, einer stärkeren Ausrichtung auf den Kunden und seine Bedürfnisse sowie um mehr Wirtschaftlichkeit, insbesondere in den Geschäften der Eisenbahn in Deutschland. Gleichzeitig sollen den internationalen Geschäftsfeldern ausreichende finanzielle Spielräume für notwendige Wachstumsinvestitionen eingeräumt werden.

Erste Maßnahmen sind im Berichtsjahr bereits umgesetzt worden. Zudem sind die laufende Umsetzung von Effizienzprogrammen sowie weitere Aktivitäten zur schlankeren und effizienteren Ausrichtung der Konzernleitung zu nennen.

Darüber hinaus sind im August 2015 übergreifende Teilprojekte gestartet worden, die spezifisch auf die Steigerung der Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der unter hohem Marktdruck stehenden Geschäftsfelder der Eisenbahn in Deutschland, die Etablierung wettbewerbsfähiger Kostenstrukturen in der Konzernleitung sowie die Ermöglichung finanzieller Spielräume für das Wachstum der internationalen Geschäftsfelder ausgerichtet sind.

Fokus auf die Eisenbahn in Deutschland

Die wichtigsten Hebel zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahn in Deutschland sind Produktqualität und Kundenorientierung. Bereits mittelfristig müssen Verbesserungen bei Qualität und Kundenzufriedenheit wieder zu Wachstum im fixkostenlastigen Kerngeschäft führen. Daneben gilt es, durch Effizienzsteigerungen unsere Leistungen zu wettbewerbsfähigen Kosten zu erstellen.

Das hierzu neu aufgesetzte Programm Zukunft Bahn zielt auf eine weitreichende und übergreifende Optimierung der Eisenbahn in Deutschland. Vor allem Kundenangebot, Leistungsqualität und Wirtschaftlichkeit sollen deutlich verbessert werden.

Im Rahmen des Umbaus führen wir die Eisenbahnkompetenzen in Deutschland organisatorisch enger zusammen. Damit schaffen wir die Voraussetzungen für Effizienzsteigerungen und Synergieeffekte im Gesamtsystem Schiene. Gleichzeitig wird eine tiefgehende, längerfristig angelegte Umbauphase operativer Prozesse eingeleitet, um diese stärker an den Bedürfnissen unserer Kunden auszurichten.

Bereits angestoßene Programme zur Steigerung von Qualität und Profitabilität wie die Kunden- und Qualitätsinitiative und weite Teile des Programms DB2020 – Profitables Wachstum gehen im Programm Zukunft Bahn auf.

Straffung der Konzernleitung

Auch die Konzernleitung muss ihren Beitrag zur Erreichung wettbewerbsfähiger Kostenstrukturen leisten. Drei Teilprojekte zielen vor allem auf Vereinfachungen, Verschlankungen und Fokussierungen in der Aufbau- und Ablauforganisation der Konzernleitung.

Die doppelstöckige Holding-Struktur mit DB AG und DB Mobility Logistics AG (DB ML AG) ist 2008 mit dem Ziel einer Teilprivatisierung der DB ML AG eingeführt worden. Durch die erneute Zusammenführung von DB AG und DB ML AG soll die Konzernstruktur nun vereinfacht und sollen Entscheidungsprozesse beschleunigt sowie Kosten reduziert werden. Die Konzernleitung wird zudem neu geordnet und auf Steuerungs- und Leitungsfunktionen mit Richtlinienkompetenz konzentriert. Alle Servicefunktionen der Konzernleitung sollen organisatorisch gebündelt werden. Der Fokus liegt hierbei auf der Erhöhung von Transparenz, Exzellenz und Effizienz.

Neben der Zuordnung der Geschäftsfelder und Funktionen werden Konzernleitungsfunktionen geprüft und an die neue Struktur angepasst. Die Gremienlandschaft im DB-Konzern sowie Betriebsratsstrukturen, Organisation und Systeme sollen angepasst werden.

Schaffung von Spielräumen für Wachstum

[F5«4/29» DB Arriva und DB Schenker sind unsere internationalen Wachstumsplattformen. Diese beiden Geschäftsfelder stehen im europäischen beziehungsweise globalen Wettbewerb, der durch sehr hohe Wettbewerbsdynamik und starken Kostendruck geprägt ist. Gerade für die Logistik als Netzwerkgeschäft ist die Erzielung von Skaleneffekten über Netzwerkausbau und steigende Volumina erfolgskritisch. Durch die schwache wirtschaftliche Entwicklung ist der Spielraum für internationales Wachstum eingeschränkt.
Die Möglichkeit einer Kapitalbeteilung Dritter an DB Arriva beziehungsweise DB Schenker eröffnet finanzielle Spielräume für Investitionen und die Realisierung von Wachstumschancen vor dem Hintergrund der spezifischen Erfahrungen und Kompetenzen beider Geschäftsfelder. Gleichzeitig wird mittelfristig die Verschuldungssituation entlastet. Dabei ist nur ein Verkauf von Minderheitsanteilen angedacht. Der DB-Konzern wird die Mehrheit an den betroffenen Gesellschaften behalten. Eine Entscheidung des Aufsichtsrats zu einer möglichen Kapitalbeteilung Dritter ist noch ausstehend und wird im ersten Halbjahr 2016 erwartet. F5«4/29»]

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