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Zukunft Bahn – Gemeinsam für mehr Qualität, mehr Kunden, mehr Erfolg

In den letzten Jahren wurden bereits vielfältige Anstrengungen hinsichtlich der Stoßrichtung Kunde und Qualität unternommen. Dazu gehörten insbesondere Investitionen in unsere Netzwerke, Infrastruktur und Fahrzeugflotte. Diese haben die Angebotsqualität jedoch nicht ausreichend verbessert, um dem zunehmenden Wettbewerb und dem steigenden Kostendruck erfolgreich zu begegnen. Hinzu kommen die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen.

Um die Basisqualität im Kerngeschäft des DB-Konzerns grundlegend auf ein anderes Level zu heben, haben wir daher im Juli 2015 im Rahmen des Konzernumbaus beschlossen, das Programm Zukunft Bahn zur Stärkung des Kerngeschäfts auf den Weg zu bringen.

Kunden im Fokus

Mit Zukunft Bahn startet eines der umfassendsten Programme, die der DB-Konzern jemals auf den Weg gebracht hat. Mit ihm soll die Qualität in allen Geschäftsbereichen und vor allem im Systemverbund Schiene kurz- und mittelfristig deutlich wahrnehmbar verbessert werden. Es geht hierbei nicht allein um einen Katalog aufeinander abgestimmter Maßnahmen, sondern um einen fundamentalen Umbau des DB-Konzerns.

Im Rahmen des Konzernumbaus bündeln wir unsere Anstrengungen im Kerngeschäft und setzen konsequent auf mehr Kundenorientierung und damit eine Steigerung der Produkt- und Servicequalität. Bessere Prozesse und Strukturen, auch durch neue digitale Technologien, sollen zudem Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.

Mängel werden konsequent abgestellt und gleichzeitig der notwendige Umbau eingeleitet, um die »neue Bahn« tatsächlich auf die Schiene zu bringen.

Zukunft Bahn fokussiert konsequent auf den Verbesserungsbedarf aus Sicht unserer Kunden. Viele der Maßnahmen werden unter enger Einbindung der Linienorganisation entwickelt und mit den jeweiligen Geschäftsfeldern abgestimmt. So wird die zügige Umsetzung sichergestellt.

Die Maßnahmen aus Zukunft Bahn werden in drei Zeithorizonten kundenwirksam:

  • Zeithorizont I – »Ärgernisse beseitigen«: Schon im Jahr 2016 wollen wir spürbare Verbesserungen erzielen und viele Ärgernisse kundenwirksam abstellen.
  • Zeithorizont II – »Qualität, die überzeugt«: 2017 bis 2020 wollen wir den Großteil der Maßnahmen und Projekte kundenwirksam umgesetzt haben und unseren Kunden eine überzeugende Produkt- und Leistungsqualität anbieten.
  • Zeithorizont III – »Leistung, die begeistert«: 2021 und folgend werden langfristig wirksame Maßnahmen greifen, mit denen wir unsere Kunden begeistern wollen.

Mit dem Programm Zukunft Bahn legen wir die Basis für den größten Qualitätssprung des Angebots auf der Schiene seit der Einführung des ICE-Netzes und die Grundlage für den nachhaltigen Erfolg der Schiene im 21. Jahrhundert.

Wesentliche Maßnahmen

Steigerung Pünktlichkeit

Zur deutlichen Steigerung der Pünktlichkeit – vor allem im Fernverkehr – strukturieren wir die betrieblichen Abläufe neu. Unter anderem wird mit digitaler Technik und mobilen Einsatzteams die Zahl der technischen Störungen an Fahrzeugen und der Infrastruktur deutlich reduziert, werden Fahrpläne verlässlicher konstruiert und Zeitpuffer anders zugeordnet. Digitale Weichendiagnoseverfahren sollen Ausfälle um bis zu 50% reduzieren. Darüber hinaus wirken sich verbesserte Vegetationskontrollen, die mittelfristig verfügbar sind, sowie neue digitale Fahrassistenzsysteme für die Lokführer positiv aus. 

Verbesserung Reisendeninformation

Ab 2016 führen wir schrittweise eine neue technische Plattform zur rechtzeitigen und korrekten Information aller Reisenden ein. Widersprüchliche oder fehlende Angaben zu Gleiswechseln oder geänderten Wagenreihungen gehören damit der Vergangenheit an. Kunden können sich dann sowohl über Apps und digitale Informationskanäle als auch über DB-Mitarbeiter in den Zügen verlässlich informieren. Auf Basis einer neuen technischen Plattform werden die Kunden auch durch mehrzeilige Gleisanzeiger ab 2016 auf allen großen Fernbahnhöfen informiert. Die Prognosen für Abfahrts- und Ankunftszeiten werden dabei durch Big-Data-Analysen sukzessive weiter verbessert. 

Ausbau WLAN

[F4«7/31» Der DB-Konzern schafft mit dem Aufbau eines einheitlichen WLAN-Portals (WLAN@DB) für alle dafür ausgebauten Fern- und Nahverkehrszüge sowie für die Bahnhöfe bis 2020 schrittweise das größte mobile WLAN-Netz Deutschlands. Basis ist das ICE-Portal. Künftig soll ein entsprechendes Angebot auch für Kunden im Bahnhof und in IC-Zügen sowie in Absprache mit den Aufgabenträgern auch in Nahverkehrszügen zur Verfügung stehen. Parallel dazu bauen wir ab 2016 neue Empfangstechnik in ICE-Züge ein, die sowohl die Telefon- als auch die Internetnutzung verbessert.  F4«7/31»]

Steigerung Reisekomfort

Mit einem umfassenden Programm zur Komfortsteigerung an Bord der Züge erhöhen wir ab 2016 die Qualität und Verfügbarkeit von Bordgastronomie und Toiletten spürbar. Dazu werden beispielsweise zusätzliche mobile Entstörungsteams eingeführt sowie Bordpersonal durch die Entlastung von betrieblichen Aufgaben für zusätzliche Serviceleistungen für Kunden eingesetzt.

Komforterhöhung Bahnhöfe

Ab 2016 starten wir kurzfristige Maßnahmen, um den Aufenthaltskomfort an Bahnhöfen zu steigern. Das Programm verbessert die Zuverlässigkeit von Aufzügen und Fahrtreppen an Bahnhöfen in Ballungszentren, Wartebereiche in großen Bahnhöfen werden modernisiert und mit WLAN ausgestattet. Daneben renovieren wir 31 unterirdische S-Bahn-Stationen in den nächsten Jahren. Rund zwei Millionen Pendler werden davon profitieren. Weitere zwei Millionen Menschen in den Regionen sollen über den Neubau von 350 Stationen bis 2025 einen direkten Bahnanschluss erhalten.

Neuaufstellung Schienengüterverkehr

Wir stellen DB Cargo mit einem neuen Geschäftsmodell grundlegend neu auf. Das Produktionssystem wird radikal vereinfacht und dadurch weniger störanfällig. Ziel ist es, das zugesagte Leistungsversprechen gegenüber den Kunden zu 95% einzulösen. Dafür wird für einen Großteil der Verkehre ein stabiles Qualitätsnetzwerk mit einem Jahresfahrplan und festgelegten Frequenzen eingeführt. Davon unabhängig werden aber auch kurzfristige Verkehre weiterhin organisiert. Qualitätssteigerungen und niedrigere Produktionskosten sollen die Netzauslastung erhöhen. Zudem sollen der Aufbau eines modernen Vertriebs- und Ertragsmanagements sowie die Erweiterung des europäischen Netzwerks dazu beitragen, ab 2018 ein Wachstum von 1% über dem europäischen Markt bei DB Cargo zu realisieren.

Förderung Flexibilisierung

Um Wettbewerbsnachteile abzubauen, setzen wir DB-konzernweit noch stärker auf Flexibilisierung. Schicht- und Einsatzpläne sollen variabler gestaltet werden, um etwa die Instandhaltung der Züge mit mobilen Teams zu optimieren. Gleichzeitig werden Mitarbeiter und Führungskräfte stärker am gemeinsamen Erfolg teilhaben. Die variable Vergütung für Führungskräfte ändert sich ab 2016 grundlegend. Kundenzufriedenheit sowie gemeinsame und geschäftsfeldübergreifende Qualitäts- und Serviceziele werden künftig bei der erfolgsabhängigen Vergütung gleichberechtigt neben den wirtschaftlichen Zielen stehen.

Ziele und Umsetzung

Die Maßnahmen aus Zukunft Bahn sollen bereits kurzfristig zu Verbesserungen führen. Im Fernverkehr wollen wir zum Beispiel 2016 einen Anstieg der Pünktlichkeit auf 80% erreichen. Bis 2020 soll diese weiter auf 85% steigen, was den Fernverkehr zum pünktlichsten Verkehrsträger macht. Im Schienengüterverkehr wollen wir unser jeweiliges Kundenversprechen bis 2020 zu 95% erfüllen, was heute von keinem anderen Anbieter erreicht wird.

Zukunft Bahn ist kein herkömmliches Projekt, sondern ein gemeinsames Programm aller Geschäftsfelder des Systemverbunds Bahn. Die vorgeschlagenen Veränderungen adressieren deshalb:

  • geschäftsfeldspezifische Themenstellungen ebenso wie die notwendigen übergreifenden Optimierungen im Systemverbund,
  • strukturelle Veränderungen ebenso wie notwendige Anpassungen der operativen Steuerung und der Zielsysteme,
  • harte Fakten ebenso wie die gleichfalls wichtigen weichen Faktoren im Bereich von Kultur und Haltung unserer Führungskräfte und Mitarbeiter.

Der Transformationsprozess ist auf mehrere Jahre angelegt und umfasst weite Teile des DB-Konzerns. Die unter Leitung der drei Konzernvorstände Dr. Volker Kefer (Vorsitz), Berthold Huber und Ulrich Weber und der Vorsitzenden der von der Transformation betroffenen Geschäftsfelder im Projektaufsatz erarbeiteten Maßnahmen werden in einer Programmstruktur fortgeführt.

Weiterführende Informationen

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