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Beschaffung zahlt auf Konzernziele ein

Die Erzielung von Einkaufspotenzialen leistet einen Beitrag zum Konzernziel des Profitablen Marktführers. Mögliche Hebel zur Generierung monetärer Einsparungen werden im Rahmen von Warengruppenstrategien crossfunktional identifiziert und vereinbart. Im Berichtsjahr wurde ein Einkaufsprogramm aufgesetzt, das einen hochlaufenden Ergebnisbeitrag über die nächsten Jahre sicherstellen soll. Der Trend vergleichsweise hoher Lohnabschlüsse in Deutschland hat sich im Berichtsjahr fortgesetzt. Zusammen mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland ergab sich daraus ein weiterhin hoher Preisdruck. Dies gilt insbesondere für die dienstleistungsgeprägten Segmente. Gegenläufig dazu konnten jedoch zum Teil Preiseffekte aufgrund von gesunkenen Rohstoffpreisen realisiert werden.

Zur Unterstützung des Ziels, Top-Arbeitgeber zu werden, wurden die bestehenden Fachkarrieremodelle um ein Modell für die qualitätssichernden Funktionen der Beschaffung ergänzt. So erhalten nun alle Inhaber der unterschiedlichen Beschaffungsfunktionen Transparenz über die an sie gestellten Anforderungen und ihre Entwicklungsmöglichkeiten. Darüber hinaus wurde das Basisqualifizierungsprogramm für Einkäufer modular aufgebaut und geschult.

In den Warengruppen werden crossfunktional Maßnahmen erarbeitet und im Rahmen von Vergaben integriert, um die ökologischen Zielstellungen des DB-Konzerns als Umwelt-Vorreiter zu realisieren.

Die Beschaffung hat sich im Berichtsjahr einem Leistungscheck durch eine externe Beratungsgesellschaft unterzogen, mit dem Ziel einer Standortbestimmung im Vergleich zu »World Class«-Organisationen. Im Benchmark wurde sie als »Professional Procurement« eingestuft. Es wurden Maßnahmen erarbeitet, um die Leistungsfähigkeit der Beschaffung in Richtung einer »World Class Procurement«-Organisation zu optimieren.

CSR-Brancheninitiative gegründet

G4-16, G4-12Gemeinsam mit anderen Unternehmen der Bahnindustrie hat die Beschaffung im März 2015 die Brancheninitiative »Railsponsible« gegründet. Ziel ist es, nachhaltige Einkaufsstrategien entlang der gesamten Lieferkette zu fördern. Railsponsible steht für eine Eisenbahnindustrie, deren Lieferanten sich hohen ethischen, sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Standards verpflichten. Die Initiative soll dabei sicherstellen, dass die Ziele und Maßnahmen zum Thema Nachhaltigkeit kontinuierlich hinterfragt und verbessert werden. Zusätzlich werden gemeinsame Tools genutzt, um Bewertungsverfahren von Lieferanten in Bezug auf Nachhaltigkeitskriterien effizienter zu gestalten.

Beschaffung als Baustein für Nachhaltigkeit

Im Rahmen der Umsetzung der Strategie DB2020 legen wir einen verstärkten Fokus auf nachhaltige Kriterien und richten uns auf zukünftige Anforderungen aus. Dazu haben wir Grundsätze zur Corporate Social Responsibility (CSR) festgelegt und in den Verhaltenskodex für Geschäftspartner sowie in die Einkaufsrichtlinien integriert. G4-12Wir wollen gemeinsam mit Lieferanten auch die Einhaltung von ökologischen und sozialen Standards in der Lieferkette über unsere Wertschöpfung hinaus bewirken und verankern.
2015 wurde ein System erarbeitet, um risikobehaftete Lieferanten zu managen. Das Konzept beinhaltet dabei die Auswahlkriterien Risikoland und -branche sowie Wesentlichkeit für die Zentrale Beschaffung. Die so ausgewählten Lieferanten werden einem CSR-Bewertungsverfahren bezüglich ökologischer und sozialer Standards unterzogen. Außerdem wurden Lieferkettenanalysen durchgeführt, um ein Praxisverständnis zur Lieferkettenstruktur und zu existierenden sozialen Risiken aufzubauen. Ziel ist es, Möglichkeiten der Einflussnahme auf identifizierte Risikobereiche sowie nicht wertschöpfende Lieferkettenstufen herauszuarbeiten.
Das Lieferantenmanagement des DB-Konzerns wurde im Berichtsjahr weiterentwickelt. Wesentliche Veränderung ist die Unterscheidung zwischen der proaktiven »Lieferantenentwicklung« zur Ermöglichung der Teilnahme am Wettbewerb im Rahmen von Vergaben sowie der korrektiven »Lieferantenstabilisierung« zur Sicherung der Leistungsfähigkeit nach Vertragsschluss.
Ergänzend dazu hat unsere Qualitätssicherung im Berichtsjahr erneut vor Ort bei Lieferanten Audits durchgeführt. Im Rahmen der Überprüfung der Systeme, Prozesse und Produkte bei Lieferanten von güteprüfpflichtigen Produkten oder Produkten mit einer herstellerbezogenen Produktqualifikation wurden keine Feststellungen bezüglich Menschenrechtsverletzungen, Vereinigungsfreiheit, Kinderarbeit und Zwangs- oder Pflichtarbeit bekannt.

Ausbau der Internationalisierung

G4-12Mit fortschreitender Internationalisierung wird auch die Lieferantenstruktur zunehmend globaler. So ist das Instrument internationale Beschaffungsteams verstärkt in den Fokus gerückt. Ziel sind vor allem der nachhaltige Aufbau und die Qualifizierung von Lieferanten des asiatischen Marktes sowie die Intensivierung von Wettbewerb und Innovationstransfer. Dazu wurden im Berichtsjahr zum einen chinesische Lieferanten vor Ort besucht, zum anderen eröffneten wir im November ein eigenes »International Procurement Office« in Shanghai. 

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