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Compliance

G4-DMA SODas Compliance-Management-System soll sicherstellen, dass Compliance-Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen implementiert werden.
Compliance ist ein wesentliches IKS-Überwachungsthema. Die Konzernrevision prüft daher die Compliance-Management-Systeme im DB-Konzern als Teil der IKS-BilMoG-Prüfungen.

Compliance-Instrumente

G4-SO3Der DB-Konzern hält diverse Instrumente bereit und verbessert diese kontinuierlich, um seine Compliance-Ziele zu erreichen. Dazu gehören verbindliche Richtlinien, Risiko- und Prozessanalysen, spezielle Kommunikationsmaßnahmen sowie Beratung.
Der etablierte Compliance-Risikoatlas gibt einen Überblick über Compliance-Risiken bei geschäftlichen Aktivitäten des DB-Konzerns. Er besteht aus kartografischen Darstellungen und Risikobetrachtungen für die Länder, in denen der DB-Konzern mit Auslandsaktivitäten vertreten ist. Es werden die Ergebnisse der Compliance-Tätigkeit des jeweiligen Berichtsjahres berücksichtigt und dokumentiert. Zudem geht er auf die Risiken sämtlicher Geschäftsfelder und Service-Center des DB-Konzerns, einschließlich der Holding-Funktionen, ein und zeigt risikoreduzierende Faktoren und Gegensteuerungsmaßnahmen auf. 

Neuerungen im Berichtsjahr

Als Beitrag zur Digitalisierung wurde die Compliance-App neu eingeführt. Mit der App lässt sich herausfinden, ob Zuwendungen zulässig sind oder hierfür eine Zustimmung eingeholt werden muss. Die Benutzer der App können mit ihren Vorgesetzten kommunizieren und aus der App heraus eine E-Mail mit Angaben zur Zuwendung versenden. Mitarbeiter und Führungskräfte aller nationalen und ausländischen DB-Gesellschaften können diese App kostenlos auf ihrem Smartphone nutzen.

Geschäftspartner-Compliance weiter ausgebaut

Für eine erfolgreiche und nachhaltige Geschäftstätigkeit ist es notwendig, Geschäftspartner und Lieferanten sorgfältig auszuwählen, sie über die Werte des DB-Konzerns zu informieren und auf eine gemeinsame Wertebasis zu verpflichten. Das im Internet frei zugängliche Compliance-E-Learning für Geschäftspartner informiert über das Thema Integrität, einzuhaltende rechtliche Standards und ethische Fragen. Als weitere Maßnahmen bietet der DB-Konzern speziell mittelständischen Geschäftspartnern Compliance-Dialoge an, in denen über das gegenseitige Verständnis von Compliance und deren Organisation gesprochen wird. Ferner konnten sich im Berichtsjahr Mitarbeiter und Führungskräfte des DB-Konzerns mit Vertretern von Lieferanten, Verbänden und staatlichen Einrichtungen über das Thema Geschäftspartner-Compliance auf unserer »5. Compliance-Konferenz« austauschen. Die Compliance-Konferenzen sind wiederkehrende Veranstaltungen und dienen als Plattform für einen Austausch zu wechselnden Compliance-Themen.

Schulungen zu den Themen Integrität und Menschenrechte

G4-SO4Den Mitarbeitern und Führungskräften des DB-Konzerns stehen drei unterschiedliche E-Learnings zur Verfügung: »DB-Verhaltenskodex« sowie zwei spezielle E-Learnings zum Thema Antikorruption (»DB Korruptionsprävention« und »DB Auffrischung Korruptionsprävention«). Das E-Learning zum DB-Verhaltenskodex beinhaltet als einen Schwerpunkt das Thema Integrität (Antikorruption). Weiterer wichtiger Gegenstand des E-Learnings sind die Themen Menschenrechte, Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Chancengleichheit und Zusammenarbeit. Führungskräfte sind zur Durchführung des E-Learnings angehalten. Risikobasiert ist in ausgewählten Gesellschaften und Bereichen die Teilnahme am E-Learning auch für alle weiteren Mitarbeiter verpflichtend. Das E-Learning ist für die Mitarbeiter über das Intranet frei zugänglich und in verschiedenen Sprachen verfügbar.
Aufgrund einer datenschutzrechtlichen Betriebsvereinbarung sind keine Informationen verfügbar, wie viele Mitarbeiter die E-Learning-Programme genutzt haben.

Compliance-Präsenztrainings Integrität

Trainings für Führungskräfte und Mitarbeiter

2015

2014

2013

Teilnehmer

6.137

13.500

6.507

Risikobasierte Auswahl der Teilnehmer (Schwerpunkt Deutschland und Europa),
insbesondere aus typischen Risikobereichen (zum Beispiel Vertrieb, Einkauf, Bauüberwachung). 

G4-SO4Wie in den Vorjahren wurden auch im Berichtsjahr konzernweite Präsenztrainings durchgeführt. Nachdem die Anzahl der Trainings im Vorjahr infolge einer Intensivierung von Compliance-Sensibilisierungen, insbesondere bei DB Schenker, ausgeweitet worden war, ging die Zahl im Berichtsjahr wieder zurück. 

Hinweise auf Korruptionsfälle und Abhilfemaßnahmen

G4-SO5Im Berichtsjahr sind Hinweise auf Korruptionsfälle im zweistelligen Bereich zentral über das Hinweismanagement eingegangen und geprüft worden. Soweit Abhilfemaßnahmen erforderlich waren, wurden diese eingeleitet.
In Ermittlungsverfahren in Bezug auf Sachverhalte bei DB Schenker kooperiert der DB-Konzern mit den staatlichen Ermittlungsbehörden. In konkreten Verfahren ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln gegen mehrere derzeitige und ehemalige Mitarbeiter von DB Schenker wegen des Verdachts möglicher Rechtsverstöße in Zusammenhang mit Geschäftsbeziehungen nach Russland. Umfangreiche Remediation-Maßnahmen (Sofort- und Langfristmaßnahmen einschließlich arbeitsrechtlicher Maßnahmen zur Gegensteuerung) wurden durchgeführt und Compliance-Strukturen verstärkt. 

Bußgelder aufgrund von Verstößen gegen Rechtsvorschriften und nicht monetäre Sanktionen

G4-SO8Im Berichtsjahr wurde ein wesentliches Bußgeld verhängt. Im konkreten Fall handelt es sich um ein Bußgeld der EU-Kommission gegen die Schenker&Co. AG, Wien/Österreich, und die Schenker A.E., Athen/Griechenland, sowie gegen die Deutsche Bahn AG und die Schenker AG als deren Muttergesellschaften in Höhe von knapp 32 Mio. € wegen des Vorwurfs wettbewerbsbeschränkender Absprachen bei Bahnspeditionsleistungen auf Ganzzugverkehren nach Südosteuropa

Menschenrechte

Verantwortung gegenüber der Gesellschaft

Für den DB-Konzern ist die Achtung und Förderung von Menschenrechten von größter Bedeutung. Das Regelwerk des DB-Konzerns spiegelt diesen hohen Anspruch wider, insbesondere der DB-Verhaltenskodex und der DB-Verhaltenskodex für Geschäftspartner. Schwerpunkte setzt der DB-Konzern bei fairen Arbeitsbedingungen, der Einhaltung von Arbeitnehmerrechten, Antidiskriminierung und dem Verbot jeglicher Form von Kinder- und Zwangsarbeit. Zudem hat sich der DB-Konzern den Prinzipien des UN Global Compact verpflichtet.

Zur Umsetzung der eigenen Ansprüche hat der DB-Konzern geeignete Maßnahmen implementiert und entwickelt diese kontinuierlich weiter. Unterschieden wird dabei grundsätzlich zwischen Maßnahmen, die innerhalb des DB-Konzerns greifen, und Maßnahmen in der Lieferkette.

Maßnahmen innerhalb des DB-Konzerns

Innerhalb des DB-Konzerns ist der Kern des Managementansatzes in Bezug auf Menschenrechte die Identifizierung relevanter Risiken. Im Berichtsjahr wurde eine Risikoanalysemethodik entwickelt und im-
plementiert, mit der potenzielle negative Auswirkungen der Geschäftstätigkeit des DB-Konzerns auf Menschenrechte identifiziert werden können. Hauptkriterien dieser Analyse sind die Art der Geschäftstätigkeit (Geschäftsmodell) und das menschenrechtsspezifische Länderrisiko. Aus den Ergebnissen der risikoidentifizierenden Maßnahmen werden konkrete Maßnahmen abgeleitet.

Zudem steht im DB-Konzern eine Reihe von Instrumenten zur Verfügung, insbesondere das E-Learning zum DB-Verhaltenskodex und das zentrale Hinweismanagement. Das zentrale Hinweismanagement steht als Zugangsweg jederzeit offen. Dies gilt auch für Personen, die nicht dem DB-Konzern angehören.

Speziell für Mitarbeiter und Führungskräfte steht die Ombudsfrau Personal als Ansprechpartnerin zum Thema Menschenrechte zur Verfügung. Hinweisen auf menschenrechtsrelevante Verstöße wird im Rahmen eines Follow-up-Prozesses nachgegangen. Konkrete Vorfälle in Bezug auf Verletzungen der Menschenrechte sind dem Hinweismanagement im Berichtsjahr nicht bekannt geworden.

Um diese Bemühungen weiter zu verstärken, ist das Thema Menschenrechte auch Bestandteil der Stakeholderdialoge des DB-Konzerns. Ferner engagiert sich der DB-Konzern in einer Menschenrechts-Peer-Learning-Group des deutschen Global-Compact-Netzwerks, in den Arbeitsgruppen von econsense (Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft) und im Dialogprozess des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik zwischen Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen zum Thema »Menschenrechte und Rohstoffe in globalen Lieferketten«. 

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